Vortrag auf der ICE in Stuttgart, 17.06.-20.06.2018

Die ICE-Konferenz ist eine der renommiertesten Konferenzen, die mit der IEEE Technology and Engineering Management Society (IEEE TEMS) assoziiert ist. In den letzten 2 Dekaden hat die ICE/IEEE ITMC führende Wissenschaftler*innen, Forscher*innen und Praktiker*innen zusammengebracht, die auf globaler Ebene einen besonderen Beitrag in ihrem Feld leisten. Dieses Jahr war das Thema: “Era of connectedness: The future of Technology, Engineering & Innovation in a digital society”. Die Teilnehmer*innen trugen mit ihren Vorträgen, Workshops, Tutorials und Diskussionen dazu bei, die Perspektive auf Engineering, Technologie und innovative Lösungen für Industrie und gesellschaftliche Herausforderungen zu formen. Auch IT&me war durch unsere Projektpartnerinnen Monika Pröbster, Mirza Ehsanul Haque und Nicola Marsden aus Heilbronn mit dem Beitrag “Perceptions of Personas. The Role of Instructions” vertreten.

Perceptions of Personas: The Role of Instructions

Um Software zu bauen, die den Anforderungen der gewünschten Zielgruppe entspricht, muss man die Zielgruppe sehr genau kennen. Personas können dabei helfen, Wünsche und Anforderungen der User*innen abzubilden und Entwicklung und Design bewusst aus ihrer Perspektive anzugehen. Eine Persona repräsentiert den/die typische/n Nutzer*in einer Anwendung. Ihr werden konkrete Eigenschaften und Erwartungen zugeschrieben, die die Empathie gegenüber den Bedürfnissen der Nutzer*innen erhöhen soll. Gleichzeitig sollen so Vorannahmen, die gegenüber einer bestimmten Zielgruppe bestehen können, relativiert werden.

Personas zu nutzen kann also dabei unterstützen, Produkte und Dienstleistungen konsequent mit einem Fokus auf die Anforderungen und Bedürnisse der Nutzer*innen zu entwickeln. Damit sie wirklich effektiv sind, sollten die glaubhaft sein und als echte potentielle Nutzer*in identifiziert werden können. Doch wie glaubhaft ist eigentlich glaubhaft? In einer empirischen Studie untersuchten die Wissenschaftlerinnen den Zusammenhang zwischen der Effektivität einer Persona und ihrer Präsentation als eine “echte Person” oder eine “Persona”. Untersucht wurde unter anderem, ob sich die Wahrnehmung der Persona durch den Faktor “echte Person” oder “Persona” verändert . Die Untersuchung zeigte, dass es für die Wahrnehmung der Persona keine Rolle spielt, ob es sich um eine echte oder fiktive Persona handelt. Darüber hinaus zeigte sich in mehreren Fällen, dass eine spätere Brainstorming-Aufgabe dazu führte, dass sich die Befragten länger mit den Persona-Daten beschäftigten und die Wahrnehmung der Persona mehr genderstereotype Charakteristika aufwies.

Den Beitrag von Monika Pröbster, Mirza Ehsanul Haque und Nicola Marsden finden Sie in den Proceedings.

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